Kärntner Holstein-Verband

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Kärntner Holstein-Verband
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Rassen: Jersey und Holstein

Holstein

Holstein

Die Rinderrasse Holstein ist die  weit verbreiteteste  und wichtigste Milchviehrasse  der Welt. Weit über 80 %  der Weltmilchproduktion wird von Holstein Kühen produziert. In Österreich werden über 40.000 Herdebuchkühe auf den Betrieben gehalten. Mit  6.000 Kühen in unserem Bundesland, ist die Rasse Holstein der zweitstärkste Rassenblock unter den Kontrollkühen. Mit einer durchschnittlichen  Lebensleistung von über 33.000 kg Milch produzieren die Kärntner Holsteinkühe die höchste Lebensleistung aller Rinderrassen in Österreich und sind somit sehr produktiv, gesund und vital. Die Durchschnittsleistung in Kärnten beträgt pro Kuh 8.957 kg mit 4,12% Fett und 3,29% Eiweiß.

 

Zuchtziel

Die Holstein Kuh in der Farbrichtung schwarz und rot wird auf eine hohe Lebensleistung gezüchtet. Ziel ist die wirtschaftliche Leistungskuh im milchbetonten Typ, die durch stabile Gesundheit und gute Fruchtbarkeit viele Laktationen nutzbar ist und über ein entsprechendes Entwicklungspotential mit hohem Futteraufnahmevermögen und optimaler Futterverwertung verfügt.

Für den Komplex Milchleistung wird ein genetisches Potential von 10.000 kg Milch (305 Tage Leistung) mit einem Fettgehalt von 4 % und einem Eiweißgehalt von 3,5% angestrebt.

Ausgewachsene Kühe sollten eine Kreuzhöhe von 145 bis 155 cm, sowie ein Gewicht von 650 bis 750 kg erreichen. Ihr Körperbau, einschließlich eines korrekten und widerstandsfähigen Fundamentes muss den Anforderungen einer hohen Leistung und langen Nutzungsdauer entsprechen. Verlangt wird außerdem ein gesundes und gut melkbares Euter, das in Qualität und Funktionsfähigkeit hohe Tagesleistungen über viele Laktationen ermöglicht und die Ansprüche moderner Melksysteme erfüllt.


Jersey

Jersey

Die Jerseys haben ihre Heimat auf der Insel Jersey, die zu Großbritannien gehört. 1833 wurde auf der Insel ein Herdbuch für die Rasse Jersey gegründet. 1951 folgte dann die Gründung des Welt-Jerseyverbandes. Heute findet man Jerseys in vielen Ländern der Welt. Die wichtigsten Zuchtgebiete sind die USA und Dänemark sowie Neuseeland, Kanada und England.

In Österreich begann man 1990 mit dem Import von Jerseys aus Dänemark.

Besondere Rassemerkmale dieser kleinen Rinder sind: Langlebigkeit und hohe Fruchtbarkeit, gute Anpassungsfähigkeit an Boden, Klima und Lage, hohe Hitzetoleranz, leichte Geburten ohne tierärztliche Hilfe, Frühreife - Jerseykalbinnen kalben im Alter von 24 bis 26 Monaten -, hohe Milch-, Fett- und Eiweißleistung, hoher Milcheiweißgehalt mit einem hohen Anteil an wünschenswertem Kappa-Casein des Genotyps BB. Als Einnutzungsrind erbringen Jerseykühe im Verhältnis zum Körpergewicht die höchsten Herdenleistungen aller Rinderrassen in Milch, Fett und Eiweiß. Der hohe Gehalt an Inhaltsstoffen sichert den höchsten Auszahlungspreis je Kilogramm Milch.

Das Zuchtziel ist gerichtet auf die Erzeugung eines frühreifen und robusten Milchrindes - mit einem Lebendgewicht von mehr als 400 kg und einer Kreuzbeinhöhe von 125 cm und mehr, dass unter den vorhandenen, sehr vielschichtigen klimatischen und betriebswirtschaftlichen Verhältnissen eine hohe Anpassungsfähigkeit zeigt und bei bester Futterverwertung einen hohen Fettgehalt (6,0%) und einen hohen Eiweißgehalt (4,2%) mit einer guten Milchmengenleistung von 6.000 kg Milch/Jahr bzw. 600 kg Fett- und Eiweißmenge bei einer ausgewachsenen Kuh verbindet. Spitzenleistungen liegen aktuell bei über 7.200 kg Milch mit bis zu 5,80 % Fett und 4,20 % Protein.

Im Körperbau und der Bewegungsmechanik, einschließlich eines korrekten und sehr widerstandsfähigen Fundaments mit besten Klauen, müssen die Tiere den hohen Leistungsanforderungen gerecht werden. Verlangt wird außerdem ein gut melkbares, funktionelles Euter, das in Qualität, Sitz und Aufhängung hohe Tagesleistungen über viele Laktationen ermöglicht.